Der Mietvertrag

Der Mietvertrag ist das Herzstück eines jeden Mietverhältnisses und regelt die Rechten und Pflichten beider Vertragsparteien. Laut Gesetz kann ein Mietvertrag auch mündlich formuliert werden. Von den meisten Leuten wird er jedoch schriftlich ausgehändigt. Mit der Unterzeichnung beider Parteien wird der Vertrag rechtsgültig. Deshalb gilt: Sorgfältig durchlesen, bevor Sie unterschreiben!

Mietzinshöhe und Nebenkosten

In der Regel wir unter diesem Punkt festgehalten, wie sich der monatliche Mietzins (Brutto-Mietzins resp. Netto-Mietzins) genau zusammensetzt. Werden keine Nebenkosten separat aufgeführt, wird davon ausgegangen, dass diese im Mietzins inbegriffen sind. Das Bundesamt für Statistik stellt alle paar Jahre Informationen zu durchschnittliche, ortsübliche Mietpreise zur Verfügung.

Mietdauer

Mehrheitlich werden Verträge auf unbestimmte Zeit abgeschlossen. Es gibt allerdings auch Verträge, die auf eine bestimmte Dauer festgesetzt sind. Wenn dies der Fall ist, endet das Mietverhältnis an einem fixen Datum. Im Fall eines unbestimmten Vertragsverhältnisses, haben beide Parteien das Recht, unter Berücksichtigung der Kündigungsfrist den Vertrag zu künden.

Mietparteien (Untermieter)

Wohnungen dürfen nur mit der ausdrücklichen Zustimmung des Vermieters untervermietet werden.

Räume und Fläche

Im Vertrag muss klar aufgelistet sein, was der Vermieter dem Mietenden zum Gebrauch überlässt. Dazu gehören auch Räumlichkeiten wie: Kellerabteil, Waschküche, Estrich, etc.

Mietkaution

Nur wenn dies ausdrücklich im Vertrag erwähnt wird, muss ein Mietzinsdepot von den Mietenden hinterlegt werden. Der Betrag wird auf ein Mietzinsdepot bei einer Bank (manchmal sind diese vorgegeben) einbezahlt und stellt dem Vermieter eine Sicherheit dar. Die Summe entspricht in der Regel drei Monatsmieten. Auch der Betrag ist im Vertrag genau festzuhalten.

Reparaturen 

Nicht alle Reparaturen müssen vom Vermieter bezahlt werden. Kleinere Mängel in der Wohnung müssen von den Mietenden selber behoben werden. Aber nur dann, wenn es sich um Reparaturen handelt, die ohne Fachwissen möglich sind. Zu diesen Mängeln gehören z.B. verunreinigte Filter beim Dampfabzug, defekte Duschschläuche oder stark verschmutzte Backbleche. Ebenfalls sollte man darauf achten, jährlich die Abwasserleitungen bis zur Hauptleitung zu reinigen, damit diese nicht verstopfen.

Grössere Reparaturen oder Reinigungen gehen auf die Rechnung des Vermieters. Dazu gehören jegliche Reparaturen, die von Fachpersonen erledigt werden müssen. Jedoch sollten Sie keinesfalls selbst dem Handwerker einen entsprechenden Auftrag aufgeben. Teilen Sie Ihrer Verwaltung die Mängel mit, diese wird sich dann darum kümmern.

Im Streitfall

Bei Streitigkeiten über einen abgeschlossenen Mietvertrag sollten sich beide Vertragsparteien am besten an die örtlich zuständige Schlichtungsbehörde wenden. Die Schlichtungsbehörde ist für sämtliche Streitigkeiten aus Mietverhältnissen über Wohn- und Geschäftsräume zuständig. Darunter gehören beispielsweise Mietzinserhöhungen, Kündigungen usw. Diese Behörde hat die Aufgabe, in einem kostenlosen Verfahren eine Einigung zwischen den Parteien herbeizuführen. Falls dies nicht gelingt, muss eine der Parteien das Gericht herbeiziehen. Dort ist das Verfahren jedoch kostenpflichtig.