Steigende Immobilienleerstände in der Schweiz

Die Zahl der Leerstände in der Schweiz ist so hoch, wie sie seit 20 Jahren nicht mehr war. Momentan stehen 1.6% aller Wohnungen in der Schweiz leer.
Die Anzahl leerstehender Wohnungen stieg seit 2010 kontinuierlich, jedoch in den letzten 4 Jahren besonders rasant.

Welche Regionen sind am stärksten betroffen?

Laut dem Bundesamt für Statistik sind es die Regionen Ostschweiz und Tessin, wo die Quote der Leerstände sogar über 2 Prozent beträgt.
Am meisten Wohnungen stehen allerdings im Kanton Solothurn leer, am wenigsten steigen die Leerstände in der Stadt Zürich.
Die Credit Suisse stellte in Ihrer Studie „Wohnungen im Überfluss“ fest, dass ländliche Ortschaften am meisten von Leerständen betroffen sind. In grossen Städten wie z.B Zürich sei es immer noch schwierig eine Wohnung zu finden.

Betrifft dies auch Eigentumswohnungen?

Ja, auch Eigentumswohnungen sind davon betroffen, zwar nicht so drastisch wie bei Mietwohnung, jedoch stehen ca. 10‘000 Eigentumswohnungen in der Schweiz leer. Bei Mietwohnungen sind es derzeit ca. 60‘000.
Geringer sind die Leerstände bei Einfamilienhäusern, da liegt die Zahl bei ca. 7‘000 Häusern.

Warum steigen die Leerstände stetig?

Die Experten der Credit-Suisse sehen den Grund bei der Nettozuwanderung. Zwischen 2013 und 2017 sank diese von über 80‘000 auf unter 60‘000.
Somit gibt es immer mehr ein Auseinanderklaffen von Angebot und Nachfrage für Wohnungen. Durch die zunehmende Bautätigkeit werden die Leerstände zudem nicht weniger.